Digitale Souveränität als Drahtseilakt: Xient beim 25. Bonner Dialog für Cybersicherheit
Am Dienstag, 6. Oktober 2026, waren wir beim 25. Bonner Dialog für Cybersicherheit an der Universität Bonn, Campus Poppelsdorf. Die Jubiläumsausgabe des Formats, das Fraunhofer FKIE und die Universität Bonn gemeinsam mit der Bundesstadt Bonn, der IHK Bonn/Rhein-Sieg, der Deutschen Telekom und der Allianz für Cybersicherheit tragen, stand unter dem Titel „Selbstbestimmt, sicher, souverän: Deutschlands digitaler Drahtseilakt".
Eröffnet hat Bonns Oberbürgermeister Guido Déus, die Keynote hielt Isabell Weiß, danach diskutierten Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung auf dem Podium, bevor der Abend beim Networking ausklang. Die Leitfrage war an diesem Abend dieselbe, die uns seit Monaten beschäftigt: Wie bleibt ein Land handlungsfähig, wenn seine digitale Infrastruktur, seine Daten und zunehmend seine Entscheidungen an Technologien hängen, die es nicht selbst kontrolliert?
Für uns war der Abend aus zwei Gründen wertvoll. Erstens, weil digitale Souveränität dort nicht als Cloud-Frage verhandelt wurde, sondern als Zusammenspiel von Forschung, Anwendung, Verwaltung und Politik. Das ist genau die Linie, die wir in unserem Gastbeitrag bei eGovernment vertreten haben: Souveränität entscheidet sich in der Entscheidungsarchitektur, nicht nur beim Serverstandort. Zweitens, weil das FKIE seit Jahren an genau den Fragen forscht, die hinter Xient Resilience Intelligence stehen, der Fusion heterogener Daten, der Bewertung ihrer Verlässlichkeit und der Unterstützung menschlicher Entscheidungen im Ernstfall.
Die Gespräche am Rande gehen weiter. Bonn ist für uns als Haus im Rheinland ohnehin kein weiter Weg, und der Bonner Dialog steht ab jetzt fest im Xient Radar.